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<card id="card20" title="Noch fast gleichgueltig">
<p>
<br/>Noch fast gleichgueltig ist dieses Mit-dir-sein.../
<br/>Doch ueber ein Jahr schon, Erwachsenere, kann es vielleicht dem Einen,/
<br/>der dich gewahrt, unendlich bedeuten:/
<br/>Mit dir sein!
</p>
<p>
Ist Zeit nichts? Auf einmal kommt doch durch sie/
<br/>dein Wunder. Dass diese Arme,/
<br/>gestern dir selber fast laestig, einem,/
<br/>den du nicht kennst, ploetzlich Heimat/
<br/>versprechen, die er nicht kannte. Heimat und Zukunft./
</p>
<p>
Dass er zu ihnen, wie nach Sankt-Jago di Compostella,/
<br/>den haertesten Weg gehen will, lange,/
<br/>alles verlassend. Dass ihn schon die Richtung/
<br/>zu dir ergreift. Allein schon die Richtung/
<br/>scheint ihm das Meiste. Er wagt kaum,/
<br/>jemals ein Herz zu erhalten, das ankommt./
</p>
<p>
Gewoelbter auf einmal, verdraengt deine heitere Brust/
<br/>ein wenig mehr Mailuft: dies wird sein Atem sein,/
<br/>dieses Verdraengte, das nach dir duftet.
</p>
<p>
<a href="rilke.wml">Rilke-Index</a><br/>
<a href="gedichte.wml#index">Gedichte - Index</a>
</p>
</card>

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