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<card id="card12" title="Die Erste Elegie">
<p>Wer, wenn ich schriee, hoerte mich denn aus der Engel/
<br/>Ordnungen? und gesetzt selbst, es naehme/
<br/>einer mich ploetzlich ans Herz: ich verginge von seinem/
<br/>staerkeren Dasein. Denn das Schoene ist nichts/
<br/>als des Schrecklichen Anfang, den wir noch grade ertragen,/
<br/>und wir bewundern es so, weil es gelassen verschmaeht,/
<br/>uns zu zerstoeren. Ein jeder Engel ist schrecklich./
<br/>Und so verhalt ich mich denn und verschlucke den Lockruf/
<br/>dunkelen Schluchzens. Ach, wen vermoegen/
<br/>wir denn zu brauchen? Engel nicht, Menschen nicht,/
<br/>und die findigen Tiere merken es schon,/
<br/>dass wir nicht sehr verlaesslich zu Haus sind/
<br/>in der gedeuteten Welt. Es bleibt uns vielleicht/
<br/>irgend ein Baum an dem Abhang, dass wir ihn taeglich/
<br/>wiedersaehen; es bleibt uns die Strasse von gestern/
<br/>und das verzogene Treusein einer Gewohnheit,/
<br/>der es bei uns gefiel, und so blieb sie und ging nicht./
<br/>O und die Nacht, die Nacht, wenn der Wind voller Weltraum/
<br/>uns am Angesicht zehrt -, wem bliebe sie nicht, die ersehnte,/
<br/>sanft enttaeuschende, welche dem einzelnen Herzen/
<br/>muehsam bevorsteht. Ist sie den Liebenden leichter?/
<br/>Ach, sie verdecken sich nur mit einander ihr Los.
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</p></card> 
</wml> 
