Manchmal gehe ich an kleinen Läden vorbei in der rue de Seine
etwa. Händler mit Altsachen oder kleine Buchantiquare oder
Kupferstichverkäufer mit überfüllten Schaufenstern. Nie
tritt jemand bei ihnen ein, sie machen offenbar
keine Geschäfte. Sieht man aber hinein, so sitzen sie, sitzen und
lesen, unbesorgt; sorgen nicht um morgen, ängstigen sich nicht um
ein Gelingen, haben einen Hund, der vor ihnen sitzt, gut aufgelegt,
oder eine Katze, die die Stille noch größer macht, indem
sie die Bücherreihen entlang streicht, als wischte sie die Namen
von den Rücken.
Ach, wenn das genügte: ich wünschte manchmal, mir so ein
volles Schaufenster zu kaufen und mich mit einem Hund dahinterzusetzen
für zwanzig Jahre.
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