Ich habe etwas getan gegen die Furcht. Ich habe die ganze Nacht
gesessen und geschrieben, und jetzt bin ich so gut müde wie nach
einem weiten Weg über die Felder von Ulsgaard. Es ist doch schwer
zu denken, daß alles das nicht mehr ist, daß fremde Leute
wohnen in dem alten langen Herrenhaus. Es kann sein, daß in dem
weißen Zimmer oben im Giebel jetzt die Mägde schlafen,
ihren schweren, feuchten Schlaf schlafen von Abend bis Morgen.
Und man hat niemand und nichts und fährt in der Welt herum mit
einem Koffer und mit einer Bücherkiste und eigentlich ohne
Neugierde. Was für ein Leben ist das eigentlich: ohne Haus, ohne
ererbte Dinge, ohne Hunde. Hätte man doch wenigstens seine
Erinnerungen. Aber wer hat die? Wäre die Kindheit da, sie ist wie
vergraben. Vielleicht muß man alt sein, um an das alles
heranreichen zu können. Ich denke es mir gut, alt zu sein.
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