Wälder und Gelder - Gedicht gesucht

Rilke-Texte gesucht und gefunden

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Wälder und Gelder - Gedicht gesucht

Beitragvon Mikado » 28. Jun 2009, 11:50

Hallo,

suche ein Gedicht von Rilke mit folgenden Zeilen:

Bäume voller Gelder,
Bilden Wälder.
Wälder voller Geld,
Bilden Fluren,
Regieren die Welt...

Mikado :D
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Re: Wälder und Gelder - Gedicht gesucht

Beitragvon lilaloufan » 28. Jun 2009, 12:50

Auf http://de.answers.yahoo.com/question/index?qid=20080402041512AADVQmP findest Du diese Zeilen im Zusammenhang: "Geldbaum".
Gruß, l.
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Re: Wälder und Gelder - Gedicht gesucht

Beitragvon gliwi » 28. Jun 2009, 13:47

Hallo lilaloufan,
Könntest du das bitte noch etwas genauer erklären? Was meinst du mit "Zusammenhang Geldbaum"? Muss ich das Stichwort irgendwo eingeben? Vorgefunden habe ich es jedenfalls nicht.
Gruß
gliwi
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Re: Wälder und Gelder - Gedicht gesucht

Beitragvon Harald » 28. Jun 2009, 14:07

Wenn das ein Rilke-Gedicht ist, verabschiede ich mich aus diesem Forum!
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Re: Wälder und Gelder - Gedicht gesucht

Beitragvon lilaloufan » 28. Jun 2009, 16:55

Verständlich radikal gesprochen: Web-Müll, fand ich auch. Eben deshalb hatte ich nichts anderes antworten wollen als: Da ist ein Link, wo die Zuschreibung (Rilke, 1901) behauptet wird. Dubiose Quelle!
@gliwi, "Geldbaum" steht halt drüber, und es gibt ein paar Zeilen mehr als in Mikados Frage. Funktioniert der Link bei Dir nicht?
@Mikado, wie kommst Du denn drauf?

l.
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Re: Wälder und Gelder - Gedicht gesucht

Beitragvon gliwi » 28. Jun 2009, 17:53

Ja, wenn das so ist, muss ich nicht nachgucken, ich hatte gleich vermutet, dass es nicht von Rilke ist. (Ich finde auf der site kein Stichwort "Geldbaum").
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Re: Wälder und Gelder - Gedicht gesucht

Beitragvon stilz » 28. Jun 2009, 21:22

Lieber Harald, nein, also wirklich: bitte, bleib da! :D

Ich finde übrigens im Netz auch das Rilke zugeschriebene Zitat "Das Geld wie Ostwind groß", z.B. hier. Ist Euch das schon mal untergekommen? Da würde mich ein Zusammenhang interessieren...

Und hier noch etwas, das wirklich von Rilke ist:

    DAS GOLD

    Denk es wäre nicht: es hätte müssen
    endlich in den Bergen sich gebären
    und sich niederschlagen in den Flüssen
    aus dem Wollen, aus dem Gären

    ihres Willens; aus der Zwang-Idee,
    daß ein Erz ist über allen Erzen.
    Weithin warfen sie aus ihren Herzen
    immer wieder Meroë

    an den Rand der Lande, in den Äther,
    über das Erfahrene hinaus;
    und die Söhne brachten manchmal später
    das Verheißene der Väter,
    abgehärtet und verhehrt, nachhaus;

    wo es anwuchs eine Zeit, um dann
    fortzugehn von den an ihm Geschwächten,
    die es niemals liebgewann.
    Nur (so sagt man) in den letzten Nächten
    steht es auf und sieht sie an.


    Aus: Der neuen Gedichte anderer Teil

Herzlichen Gruß!
Ingrid
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Re: Wälder und Gelder - Gedicht gesucht

Beitragvon Harald » 28. Jun 2009, 21:44

War ja ein Konditionalsatz!
Das von dir gesuchte Zitat aus dem Stundenbuch hat Barbara schon am 29. Feb 2004 im Forum abgesetzt:
Es ist, als ob ein Trug sie täglich äffte,
sie können gar nicht mehr sie selber sein;
das Geld wächst an, hat alle ihre Kräfte
und ist wie Ostwind groß, und sie sind klein
und ausgeholt und warten, daß der Wein
und alles Gift der Tier- und Menschensäfte
sie reize zu vergänglichem Geschäfte.
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Re: Wälder und Gelder - Gedicht gesucht

Beitragvon sedna » 1. Jun 2011, 00:55

sven,

Du darfst Dir schon einigermaßen sicher sein, daß hier manch einer recht sattelfest in Rilkes Sprache sitzt - und vor diesem "Geldbaum" möchte man einfach nur wiehernd vom Pferd fallen. Solch ein exorbitanter Flurschaden in Rilkes Bilderbuchlandschaft hätte Spuren hinterlassen. Aber ich finde keine ...

sven_marock hat geschrieben:Man findet es in verschiedenen Sammlungen (Die Gedichte 978-3458173335


... auch hier nicht. Warum nur? Auf welcher Seite steht's denn bei Dir da?

fragt

Frollein sednas Gespür für heiße Luft :mrgreen:
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Re: Wälder und Gelder - Gedicht gesucht

Beitragvon stilz » 1. Jun 2011, 08:22

sedna hat geschrieben:Auf welcher Seite steht's denn bei Dir da?

Ja - das würde mich auch interessieren.
Ich habe grad einen Zweig dieses seltsamen Gewächses bei books.google.com eingegeben - hier das Ergebnis...

Wie schön, das beruhigt mich.
Danke, sedna, fürs Nachfragen!

Herzlichen Gruß,

Ingrid
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Re: Wälder und Gelder - Gedicht gesucht

Beitragvon gliwi » 1. Jun 2011, 23:32

Ja, mich beruhigt es auch. Man muss sich schon für so viele Leute schämen, ich möchte mich nicht auch noch für Rilke schämen müssen.
Gruß
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Re: Wälder und Gelder - Gedicht gesucht

Beitragvon cornelia_kittel » 7. Jul 2011, 08:54

Da kann ich helfen. Wenn man einfach einmal Google nutzt mit den Schalgworten "Rilke" und "Geldbaum" (Mit Leerzeichen trennen), dann findet man das Gedicht.

Rilkes Geldbaum (1901):
<ZENSIERT>
<Leider dürfen in diesem Forum wohl keine Gedichte gepostet werden. Mir ist der Sinn nicht klar, aber der Nachposter möchte die Zensur. Ich kann nur hoffen, dass die Leute, welche das Wort verbieten, damit leben können>


Warum nur?

Ist ganz einfach! Das Forum hier findet man dann auch. Hier stand das Gedicht sogar schon einmal....

Liebe Grüße
Conny, die gerne hilft
Zuletzt geändert von cornelia_kittel am 12. Jul 2011, 10:32, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Wälder und Gelder - Gedicht gesucht

Beitragvon lilaloufan » 7. Jul 2011, 10:26

Hinweis an Conny, die gerne hilft

:) Dein Tippfehler: „Schalgworte“ ist in diesem Falle sogar sehr sehr passend. Da war nämlich offenbar ein Schalk am Werk: sven_marocks «Geldbaum» ist ein Neobiont [alien species].

Wie alle Computerpioniere irgendwann bekannt haben: Der Computer ist dumm, kann nicht unterscheiden. Google „findet“ eben auch die schimmernden Eier, die ein Schalksnarr hingelegt hat, um die Zeitgenossenschaft zu foppen. Sinnst Du genauer hin, wirst Du den Schwefelwasserstoffgestank bemerken. Armer Poet!

Du hast's gut gemeint mit uns. Nun wär's schön, Du würdest Dein Posting um das Gedicht bereinigen, vielleicht mit dem Hinweis: „Hier stand mal ein Geldbaum“ oder so ähnlich. [Du, nur Du kannst den Beitrag nachträglich ändern.]

Damit nicht das Rilke-Forum in den faulen Geruch der Unseriosität kommt wegen Verbreitung von Falschgeld.

Im übrigen: Willkommen hier; Du wirst noch oft helfen können.

Grüßle,
l.

– – – – –
P.S. @Mikado: Liest Du eigentlich noch mit?
Zuletzt geändert von lilaloufan am 7. Jul 2011, 11:57, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Wälder und Gelder - Gedicht gesucht

Beitragvon sedna » 7. Jul 2011, 11:56

Das Spiel heißt argumentum ad nauseam. Und das geht so:
Google hat gesagt Vicky P. Dia hat gesagt Vladimir Lenin hat gesagt: „Eine Lüge, die oft genug erzählt wird, wird irgendwann zur Wahrheit.“

sedna
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